Statement
Die Malerei ist für mich ein Raum, in dem Gedanken, Gefühle und Erinnerungen eine eigene Sprache finden. Sie entsteht nicht aus einem festen Plan, sondern aus einem offenen Dialog zwischen Intuition und Material. Farbe, Struktur und Bewegung werden zu Spuren eines inneren Prozesses, der sich Schicht für Schicht nach außen arbeitet.
In meinen Arbeiten suche ich nicht nach einer eindeutigen Darstellung, sondern nach einem Zustand. Einem Moment, in dem sich Ruhe und Spannung begegnen, in dem sich Natur und Abstraktion berühren, in dem das Bild selbst zu einer Art Resonanzraum wird. Die Werke sollen nicht erklären, sondern einladen — zum Verweilen, zum Fühlen, zum eigenen Interpretieren.
Viele meiner Bilder entstehen aus Beobachtungen der Natur: Licht, das durch Bäume fällt, Nebel, der sich über Landschaften legt, das Rauschen von Wind oder Wasser. Diese Eindrücke übersetze ich in Farbe und Struktur, ohne sie abzubilden. Es geht mir darum, Atmosphären sichtbar zu machen, nicht Motive.
Malerei ist für mich ein Prozess des Loslassens und Wiederfindens. Ein Weg, innere Bilder zu entdecken, die erst im Tun entstehen. Jedes Werk ist ein Ergebnis dieses Weges — offen, vielschichtig und bereit, eigene Geschichten zu tragen.